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Berührungspunkte von Sozialer Arbeit und Klimawandel


Perspektiven und Handlungsspielräume

Cover des Buches
  • Buch
  • Liedholz, Yannick
  • Barbara Budrich, 2025. - 193 Seiten

Der Klimawandel kommt zunehmend in der Sozialen Arbeit an. Extreme Wetter- und Klimaereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen treffen die Adressat*innen, Fachkräfte und Einrichtungen der Sozialen Arbeit. Die großen Wohlfahrtsverbände haben sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und Projekte initiiert, um Klimagerechtigkeit und Klimaanpassung voranzubringen. Im sozialarbeitswissenschaftlichen Diskurs steht unter anderem die Frage im Vordergrund, wie die Adressat*innen Sozialer Arbeit an der Ausgestaltung einer klimagerechteren Gesellschaft partizipieren können. Dieses Buch liefert eine aktualisierte Bestandsaufnahme zu den Verbindungen von Sozialer Arbeit und Klimawandel. Es wird dargelegt, wie ein professionelles Selbstverständnis der Sozialen Arbeit im Hinblick auf den Klimawandel aussehen kann. Ebenso werden die klimawissenschaftlichen Grundlagen erörtert (z.B. die Berichte des IPCC, die Klimaänderungen und die Emissionspfade bis 2100). Darauf aufbauend werden neun Themenbereiche diskutiert, in denen sich die Soziale Arbeit und der Klimawandel berühren: Klimaklassismus, Postkolonialismus, Klimarassismus, Klimamigration und Klimaflucht, Gewaltkonflikte, Gesundheit, Menschenrechte, Geschlechter- und Generationenfragen. Anschließend steht im Mittelpunkt, welche gesellschaftspolitischen und pädagogischen Handlungsspielräume die Soziale Arbeit nutzen kann, um zu Klimagerechtigkeit beizutragen. Es geht um die Ausgestaltung einer Postwachstumsökonomie, das Austragen von Klimawandelkonflikten und die Bildungspotenziale von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Erlebnispädagogik. Studierende, Lehrende und Fachkräfte erfahren in diesem Buch, inwiefern der Klimawandel ein sozialarbeiterisches Thema ist.