Der Rest und der Westen
Kapital und Macht in einer multipolaren Welt
- Buch
- Mezzadra, Sandro u.a.
- 2025, Dietz Berlin. - 304 Seiten
Die Welt steckt inmitten multipolarer Krisen: anti-demokratische Strömungen und globale Kriege nehmen zu, Technologie-Konzerne werden zunehmend zu politisch und sozial relevanten Akteur_innen. Diese Verschiebungen globaler Macht- und Herrschaftsverhältnisse bezeichnen die Autoren des Buches Sandro Mezzadra und Brett Neilson als „neue Formen des Imperialismus“. „Der Westen“ wird in seiner Deutungs- und Handlungshoheit von dynamischen und teilweise undurchsichtigen Akteur*innen- und Interessenskonstellationen verdrängt. Mezzadra und Neilson analysieren diese Entwicklungen des modernen Kapitalismus anhand von Produktion, Arbeit, Kriegsregimen und Gegenkämpfen. Mit ihrer kritischen Analyse zur gegenwärtigen Lage der Welt wollen sie ein „radikales Denkzeichen“ setzen. Das gelingt in akademisch-sachlicher Sprache, setzt aber wegen der Komplexität des Themas Vorwissen zu politischer Ökonomie voraus und eignet daher insbesondere für Studierende und Forschende mit Vorkenntnissen.