Bayramoğlu, Yener; Castro Varela, María do Mar
Post/pandemisches Leben
Eine neue Theorie der Fragilität
Bielefeld: transcript, 2021. - 208 S.
ISBN 9783837659382

Frauen*solidarität-Signatur:

I A 3055

Pandemie / COVID-19 / Queer-Theorie / Rassismus / Diskriminierung / Soziale Gerechtigkeit / Soziale Bewegung / Körper

Für eine „neue Theorie der Fragilität“ haben sich Yener Bayramoğlu und María do Mar Castro Varela mit ihren Schwerpunkten Queer Theory, Postkoloniale Studien, Migration und Verschwörungstheorien zusammengetan. Ausgehend davon, dass es eine post/pandemische „serendipity“ gibt – d.h., dass Menschen manchmal Ideen haben, nach denen sie gar nicht gesucht haben –, beschreiben die Autor_innen in Teil I, wie ihnen dieses Buch „passiert“ ist. Teil II entwirft dann die „neue Theorie der Fragilität“, die die Covid-Pandemie anders als bisher evaluieren will und beobachtet, wie Vulnerabilitäten strukturell befördert und stabilisiert werden. Das Ziel der Theorie ist ein neuer Weg zu sozialer Gerechtigkeit. Die folgenden sechs Kapitel fragen z.B. „Zurück zu welcher Normalität?“, behandeln den Komplex „Biopolitik und Nekropolitik“, die pandemische Angst vor den „Anderen“ (Erinnerungen an die Aidskrise, pandemische Grenzregime usw.), den „Pandemisierten Körper“ und mit „Influenza und influencer“ Gerüchte, Medien und faschistische Bewegungen. Am Ende wartet „Dénouement. Entknotung“, ein Text, der eindringlich davor warnt, die post/pandemische Situation zu unterschätzen und den „Respekt vor anderen Leben“ zu verlieren.