Cover des Buches

Petritsch, Wolfgang
Epochenwechsel
unser digital-autoritäres Jahrhundert
Wien: Brandstätter, 2018. - 287 S.
ISBN 9783710602689

ÖFSE-Signatur:

27204

USA ; Kapitalismus ; Menschenrechte ; Weltpolitik ; Sicherheitspolitik ; Politik ; Wirtschaftspolitik ; Sozialer Wandel ; Globalisierung ; Weltwirtschaftsordnung ; Internationale Beziehungen ; IKT ; Wirtschaftstheorie ; Global Governance ; Russische Föderation ; Politischer Wandel ; Geschichte ; Demokratie ; Digitalisierung ; China VR ; Politisches System

Finanzkrisen, Terror, autoritäre Bewegungen: Angesichts der stetigen Abfolge von Bedrohungen und Konflikten in den vergangenen Jahren ist man versucht, einen Umbruch zu konstatieren, der eine Epoche relativer Stabilität und Sicherheit beendet. Ob dem tatsächlich so ist, sei letztlich allerdings erst aus angemessener historischer Distanz zu beurteilen, so Wolfgang Petritsch in der Einleitung. Der Diplomat und Außenpolitikexperte zeichnet in „Epochenwechsel“ die wesentlichen weltpolitischen Entwicklungen seit dem Ende des Kalten Krieges nach und formuliert Perspektiven für eine neue Weltordnung. So beschäftigt er sich etwa mit der Erosion der liberalen Demokratie, der Etablierung eines globalen multipolaren Machtgefüges oder dem Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus. Zwar weist der Band einen deutlichen Fokus auf europäische Perspektiven auf, doch schenkt Petritsch auch zahlreichen Beispielen aus dem Globalen Süden Aufmerksamkeit und thematisiert etwa die Konsequenzen des Freihandels, spricht globale Ungleichheiten an oder verhandelt das Verhältnis der Europäischen Union zum Nachbarkontinent Afrika entlang von Migration und Entwicklung. Schlussendlich bewege sich die neue Weltordnung in einem Spannungsverhältnis von gesellschaftlich offener Demokratie und einem autoritären Kapitalismus, der zusätzlich von der digitalen Revolution profitiert. Doch Zukunft ist gestaltbar, so Petritschs Tenor, und gerade an der Europäischen Union sei es gelegen, progressive Alternativen zu autoritären Versuchungen und gesellschaftlichen Dystopien zu entwickeln.

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