Cover des Buches

Manguel, Alberto
Sehnsucht Utopie
Eine Reise durch fünf Jahrhunderte
Bozen [u.a.]: Folio Verlag, 2018. - 103 S.
ISBN 9783852567587

ÖFSE-Signatur:

27381

Der Startschuss für utopische und dystopische Werke wurde im Dezember 1516 in der belgischen Universitätsstadt Leuven abgegeben. Thomas Morus entwarf den ersten Nicht-Ort, zu Latein u-topos. Es ist ein Ort der Sehnsucht, an dem politische und gesellschaftliche Verhältnisse herrschen, die weit entfernt von der Realität sind. Im Fall von Morus‘ Entwurf entspricht das einer libertären kommunistischen Gemeinschaft, ohne religiöse Zwänge und mit Bildung für alle. Allerdings war sein Utopia nicht für alle Beteiligten ein Paradies auf Erden: „Die Frauen unterstehen der Autorität ihrer Männer, die Kinder der ihrer Eltern, die Jungen der der Älteren, und die Sklaverei ist nicht abgeschafft.“ Der Autor des Sammelbandes, Alberto Manguel, zeigt, wie nahe Utopie für die einen an Dystopie der anderen liegt.  

Insgesamt stellt er 20 Texte und Werke der utopischen Literatur zwischen dem 16. und dem 20. Jahrhundert vor. Mit Thomas Morus beginnt die Reise durch die Denktradition und mit Yoko Ono und John Lennon’s Wiederaufgreifen dieser ersten Idee fast 500 Jahre später endet sie. Durch die bibliophile Gestaltung des Bandes macht das Eintauchen in die unterschiedlichen Gedankenwelten besonders viel Freude. Nicht zuletzt regen die Geschichten an, selbst weiterzudenken und mit neuem Elan an Zukunftsvisionen zu basteln.  
 

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