Cover des Buches

Klimapositive Landwirtschaft
mehr Wohlstand durch naturbasierte Lösungen
Franz-Theo Gottwald et al. (Hrsg.)
Baden-Baden: Tectum, 2021. - 235 S.
ISBN 9783828846784

ÖFSE-Signatur:

28041

Agrarstruktur ; Strukturwandel ; Landwirtschaft ; Forstwirtschaft ; Klimaschutz ; Aufsatzsammlung

Eingangs skizzieren die Herausgeber_innen das wechselseitige Verhältnis von Klimawandel und Landwirtschaft: Einerseits seien hohe Anteile an Erderwärmung, Flächenverbrauch oder Verlust von Biodiversität erwiesenermaßen der industrialisierten Agrar- und Nahrungswirtschaft zuzuschreiben. Gleichzeitig wirke die Dynamik des Klimawandels aber auch fundamental auf die Landwirtschaft zurück, indem etwa extreme Wetterereignisse oder Bodenerosion die agrarischen Grundlagen beeinträchtigten. Die gute Nachricht überbringen die Herausgeber_innen gleich selbst: Die Landwirtschaft habe die entscheidenden Lösungen selbst in der Hand. Klimapositive Landwirtschaft erreiche etwa die Verringerung von Emissionen durch maßvollen Ressourcenverbrauch und nachhaltige Bewirtschaftung oder die Kompensation von CO2-Emissionen durch die Renaturierung degradierter Flächen (etwa durch Wiederaufforstung oder Grasland). Im vorliegenden Sammelband finden sich insofern Beiträge vereint, die sich mit solchen agrarökologischen Praktiken und Innovationen auseinandersetzen. Dabei werden vorab wesentliche Grundlagen naturbasierter Lösungen vorgestellt, bevor erst landwirtschaftliche Lösungen (etwa Bodenverbesserung, Humuswirtschaft oder nachhaltige Beweidung) und anschließend forstwirtschaftliche Ansätze (Carbon-Standards für kompensationsbereite Unternehmen, Aufforstungsmodelle) diskutiert werden. In einem abschließenden Beitrag werden zunächst gesellschaftliche Erwartungen an eine klimapositive Landwirtschaft skizziert, bevor dann politische Maßnahmen (sowohl auf nationaler, als auch Ebene der Europäischen Union und hier insbesondere unter Berücksichtigung des European Green Deals) und Fragen der angemessenen Honorierung klimapositiver Leistungen behandelt werden. Einig sind sich die Verfasser_innen der vorgestellten Ideen, die teilweise mit dem deutschen Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit abgestimmt wurden, „dass die weltweite Energie- und Klimakrise wachstumskompatibel und wohlstandsfördernd überwunden werden“ könne.

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