Cover des Buches

Nayeri, Dina
Der undankbare Flüchtling
Zürich [u.a.]: Kein & Aber, 2020. - 393 S.
ISBN 9783036958224

Frauen*solidarität-Signatur:

SO-NAY(b)-01

Iran / USA / Identität / Assimilation / Reduktion / Flucht / Soziale Integration / Erlebnisbericht

Das dritte Buch von Dina Nayeri ist mehr als eine Biografie: Die Autorin hat ihr eigenes Er/Leben mit den Schilderungen vieler anderer zu einer großen Erzählung darüber verwoben was es bedeutet, quasi ein Leben lang das Etikett „Flüchtling“ tragen zu müssen. Die Geschichten spielen in den USA, in England, Deutschland und den Niederlanden. Nayeri selbst musste als Zehnjährige aus dem Iran in die USA flüchten und lebt heute in Frankreich. „Flucht: Gutgläubigkeit, ernst zu nehmende Gefahren und Opportunismus“ nennt sie daher auch den ersten Teil. Teil zwei heißt „Camp: Warten und Zwischenstationen“, Teil drei „Asyl: Geschichten und die Alchemie der Wahrheit“, Teil vier „Assimilation: Scham, frühere Ichs und das Leben als Chamäleon“, und Teil fünf „Kulturelle Rückführung: Vereinnahmung, Dankbarkeit und die Rückkehr nach Hause“. Die Worte „Ich bin Flüchtling“ müssen die Menschen in allen wichtigen Sprachen kennen – nicht ahnend, dass der „Flüchtlingsstatus“ an ihnen ihr Leben lang kleben würde. Aber: „Wir müssen unserem Gastland nicht dankbar sein“, stellt Nayeri apodiktisch fest, „wir haben keine Schuld zu begleichen.“

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