Cover des Buches

Zum Beispiel: BASF
Über Konzernmacht und Menschenrechte
Britta Becker et al. (Hrsg.)
Wien: Mandelbaum, 2018. - 449 S.
ISBN 9783854765653

ÖFSE-Signatur:  27050

Südafrika, Republik ; Deutschland BR ; Schweiz ; Österreich ; EU ; Multinationales Unternehmen ; Platin ; Menschenrechtsverletzung ; Apartheid ; Extraktive Industrien ; Bergbau ; Frauenarbeit ; Lebensbedingungen ; Arbeitsbedingungen ; Streik ; Corporate Social Responsibility ; Menschenrechte ; Rohstoffmarkt ; Kolonialismus ; Kapitalismus 

Als „Massaker von Marikana“ ging die gewaltsame Auflösung eines südafrikanischen Bergarbeiter_innen-Streiks, bei dem 34 Menschen von der Polizei erschossen wurden, 2012 um die Welt. „Zum Beispiel BASF“ nimmt dieses Ereignis, das in der Berichterstattung oftmals nur auf der stereotypen Ebene eines Krisen-Kontinents Afrika verhandelt wurde, als Anlass, um die strukturellen Ursachen und globalen Zusammenhänge zu beleuchten. Die Beiträge des Sammelbandes gehen dabei über die Geschehnisse im August 2012 weit hinaus und überwinden dichotome Denkmuster, indem sie die anhand des weltweit größten Chemiekonzerns und entlang seiner Rohstofflieferketten die Verflechtungen von Produktionsbedingungen, Konsumverhalten und Machtverhältnissen herausarbeiten. Wissenschaftler_innen unterschiedlichster Disziplinen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und Künstler_innen setzen sich in 24 ausführlichen Beiträgen mit der Aufarbeitung des Massakers, den Potenzialen gewerkschaftlicher Organisation oder den multiplen Verstrickungen Deutschlands in die Menschenrechtsverletzungen in Südafrika auseinander. Sie hinterfragen das konstruierte Image eines sozial verantwortlichen Unternehmens, beleuchten in einer Diskursanalyse den Umgang des BASF-Vorstandes mit Kritik und beschäftigen sich mit dem kolonialen Charakter medialer Repräsentation von südafrikanischen Arbeiter_innen. Aufgezeigt werden zudem widerständische Handlungsoptionen und politische Spielräume auf verschiedenen Ebenen. „Zum Beispiel BASF“ leistet eine umfassende Analyse weltumspannender Güterketten und ihrer Implikationen auf lokaler und globaler Ebene. Aus interdisziplinärer Perspektive werden die komplexen Verflechtungen herausgestellt, ungleiche Machtverhältnisse benannt und die Zusammenhänge von imperialer Lebensweise, Wohlstand und Armut sichtbar gemacht. Die Erklärungsansätze verlieren sich nicht in Kausalketten und vereinfachenden Darstellungen, sondern stellen sich der Komplexität der Problematik. Daran anschließend werden Handlungsstrategien formuliert und Widerstandspotenziale identifiziert, die ein „besseres Leben für alle“ ermöglichen könnten.

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