Cover des Buches

Lück-Hildebrandt, Simone; Hildebrandt, Reinhard
Die globalen Machtverhältnisse
Einfluss und Folgen einer Pandemie
Stuttgart: Kohlhammer, 2022. - 205 S.
ISBN 9783170420403

ÖFSE-Signatur:

28178

COVID-19 ; Geopolitik

Schnell war im Frühjahr 2020 klar, dass die Covid-19-Pandemie nicht nur auf gesundheitlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene tiefgreifende Veränderungen bewirken, sondern sich auch in die globale Weltordnung einschreiben würde. Simone Lück-Hildebrandt und Reinhard Hildebrandt adressieren diese Verwerfungen mit ihrem Band „Die globalen Machtverhältnisse“ und legen dabei besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen und neuen Aufgaben der Europäischen Union: „Das Erkenntnisinteresse dieses Buchprojektes ist es nun, herauszufinden, ob aufgrund der sich verschiebenden Tektonik im internationalen Machtgefüge infolge der Pandemie sich auch die Position der Europäischen Union verändert bzw. ob sich Möglichkeiten anbieten, die eigene Durchsetzungskraft zu erhöhen und auf internationalem Parkett mit den anderen Mächten – insbesondere mit den USA und dem aufstrebenden China – auf Augenhöhe zu verhandeln.“ Eingangs skizzieren die Autor_innen grundlegende Aspekte der Pandemie, unterschiedliche Zugänge zu deren Bekämpfung und veränderte Ansprüche an staatliches Handeln. Dabei halten sie auch fest, wie sich im Zuge der Covid-19-Krise bestehende Ungleichheiten zusätzlich verschärften und gesellschaftlich polarisierten. Im Hauptteil beschäftigen sie sich dann mit weltpolitischen Kräfteverschiebungen und sowohl neuen Konfliktlinien, als auch solchen, die durch die Pandemie zusätzliche Dynamik erfuhren. Berücksichtigt werden hierbei vor allem die Global Player USA, Russland, Japan, China und die EU. Abschließend formulieren sie Reformvorschläge für letztgenannten Akteur, um das politische Potenzial der Union zu verwirklichen. Vorgeschlagen werden etwa ein Ausbau des Instruments der Mehrheitsentscheidung, ein von der US-Außenpolitik emanzipierter, eigenständiger Kurs sowie eine Entschärfung der neoliberalen Lasten, unter denen die jüngeren Mitgliedsländer im Osten Europas leiden.

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