Cover des Buches

Töchter der Sonne
geflüchtete êzîdische Frauen erzählen = Keçên rojê Keçên rojê
Claudia Ruhs et al.
Springe: Verlag unibuch, 2020. - 146 S.
ISBN 9783934900714

Frauen*solidarität-Signatur:

I D 823

Türkei / Syrien / Irak / Jesiden / Frau / Islamischer Staat / Flucht / Erfahrungsbericht / Kunst

Beim Überfall des sogenannten „Islamischen Staates“ im August 2014 auf ein Gebiet der êzîdischen Minderheit wurde Tausende ermordet und vertrieben, mehr als 5.000 Frauen, Mädchen und Kinder versklavt, von etwa 2.500 Frauen fehlt bis heute jede Spur. Die Lebensgeschichten von fünf 2015 nach Deutschland geflüchteten êzîdischen Frauen wurden für dieses Buch aufgezeichnet: So erzählt die 31-jährige Xatun vom Aufwachsen in einer Landarbeiter_innenfamilie im Nordirak und von ihrer Flucht; Hevi vom Leben als jugendliche Haussklavin einer „IS“-Familie, von ihrer Flucht und ihrem Leben in Deutschland; die neunfache Mutter Xanê gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Sorgul vom Leben als Großgrundbesitzer_innen, von der Flucht und den Diskriminierungen in Deutschland; Nergiz, 43, Bäuerin und vierfache Mutter, von ihrer Flucht und davon, was für einen Eindruck die Selbständigkeit der deutschen Frauen auf sie machte; Sosin, 33, von ihrem traditionellen Aufwachsen, was u.a. bedeutete, dass sie als Mädchen keine Schule besuchen konnte, und von Krieg und Flucht. Die Berichte werden ergänzt durch Gedichte von Sebra Xalti und Gemälde von Ravo Ossman. Ein ambitioniertes und aufschlussreiches Buch.

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