Cover des Buches

Nancy Cunards Negro
Karl Bruckmaier (Hrsg.)
Hamburg: kursbuch.edition, 2020. - 277 S.
ISBN 9783961961368

ÖFSE-Signatur:

27819

Schwarze ; Kultur ; Soziale Situation ; Geschichte ; Quelle ; Anthologie

Fast 90 Jahre nach dem Ersterscheinen veröffentlicht der deutsche Publizist Karl Bruckmaier Nancy Cunards Anthologie „Negro“ erstmals in deutscher Sprache. In einer neu edierten Zusammenstellung stellt der Band eine Sammlung von Essays, Gedichten, Reden, Protestsongs und dokumentarischen Texten schwarzer Intellektueller und Künstler_innen dar. So finden sich unter den ca. 30 Texten etwa einige von Vertreter_innen der Harlem Rennaissance (Langston Hughes, Countee Cullen oder Zora Neale Hurston), ein historischer Abriss des Bürgerrechtlers und Soziologen W.E.B. Du Bois über die Geschichte des „schwarzen Amerika“ oder „Aufzeichnungen eines schwarzen Boxers“ von Bob Scanlon. Die Herausgeberin selbst steuert wiederum eine Hommage an das Stadtviertel Harlem, seine Bevölkerung und deren „bourgeoises Getue“ bei. Ergänzt werden diese Texte durch Fotografien der Gegenwart: Olaf Unverzarts Serie „Later will be fine“ hält Momente schwarzen Lebens in den USA, Kuba und Ruanda fest. Das ästhetisch gestaltete „Nancy Cunards Negro“ ermöglicht eine erste Auseinandersetzung mit dem ehrgeizigen, vermessenen Projekt der Autorin und Aktivistin Cunard, schwarzes (vorrangig afro-amerikanisches) Denken und Schaffen im Sinne von „Black Pride“ zu sammeln. Abgerundet wird der Band von einem kontextualisierenden Essay und einer Kurzbiografie der tragischen, getriebenen Person Nancy Cunard. Etwas ratlos lässt einen abschließend Bruckmaiers Versuch einer Dekonstruktion sprachlicher „Political Correctness“ unter dem Titel „Übersetzeranmerkungen“ zurück.

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