Cover des Buches

Meadows, Donella et al.
Grenzen des Wachstums
das 30-Jahre-Update: Signal zum Kurswechsel
Stuttgart: S. Hirzel, 2020. - 323 S.
ISBN 9783777629575

ÖFSE-Signatur:

22901/6

Umweltpolitik ; Wirtschaftswachstum ; Menschheit ; Zukunft ; Weltmodell ; Grenzen des Wachstums ; Szenario ; Ökologie

Mit ihrer Studie „Grenzen des Wachstums“ erregten Donella und Dennis Meadows sowie Jørgen Randers 1972 große Aufmerksamkeit und schufen Bewusstsein für die begrenzte Tragfähigkeit des Planeten. Nach einem Follow-up im Jahre 1992 stellte „Grenzen des Wachstums – Das 30-Jahre Update“ (2004) die zweite daran anschließende Veröffentlichung dar, mit der das Projektteam die ursprünglichen Prognosen einem Prüfstand unterzogen. In einem Vorwort zur 2020 erschienenen 6. Auflage des 30-Jahr Updates erkennt Dennis Meadows jedoch keinen Anlass, dieses grundlegend anzupassen. Nach wie vor muss vor der Überlastung der Erde, globalen Grenzüberschreitungen und dem gesellschaftlichen Zusammenbruch gewarnt. Als treibende Kraft dieser bedrohlichen Dynamik identifizieren die Wissenschaftler_innen das exponentielle Wachstum, sowohl der Wirtschaft als auch der Weltbevölkerung. Diesem stellen sie die Endlichkeit der Ressourcen gegenüber und skizzieren eine drastische Intensivierung der Entwicklung: Seit ihrer ersten Studie hätte es zwar manche Fortschritte (insbesondere im Bereich der Reduktion von industriellen Schadstoffemissionen) gegeben, der ökologische Fußabdruck wachse im Anthropozän allerdings rasant an. Dabei üben die Autor_innen auch Selbstkritik, da es ihnen nicht gelungen sei, das Konzept der „Grenzüberschreitung“ allgemein verständlich zu formulieren und in breite öffentliche Debatten einzuführen. In der Folge führen sie ihre Modellierungsprognosen mit den 2004 aktuellen Daten fort und berücksichtigen neue Faktoren sowie Variablen. Die dabei simulierten Szenarien legen allesamt eine Grenzüberschreitung bis spätestens 2100, wahrscheinlich aber schon deutlich früher in der ersten Hälfte des Jahrhunderts nahe. Bei einer Fortführung der gegenwärtigen Lebensweise sei dieser Kollaps sogar schon 2030 zu erwarten. Dass es sich bei dieser Warnung um eine bereits 2004 getroffene Prognose handelt, beunruhigt eingedenk der seither vollzogenen Bemühungen nur zusätzlich.

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