Cover des Buches

Bullough, Oliver
Land des Geldes
Warum Diebe und Betrüger die Welt beherrschen
München: Kunstmann, 2020. - 332 S.
ISBN 9783956143588

ÖFSE-Signatur:

27620

Wirtschaftspolitik ; Kriminalität ; Korruption ; Geldwäsche

Anstatt Zahlen über Korruption und Steuerhinterziehung zu analysieren, beschreitet der Journalist Oliver Bullough einen anderen Weg, um unmoralische Bereicherungen Machthabender anzuklagen: Er macht sich auf die Reise quer durch die Welt und nimmt seine Leser_innen mit zu diesen Orten, sei es in mit Prunk überladene Paläste ehemaliger ukrainischer Regenten oder auf die Karibikinsel Nevis. Dabei teilt Bullough die Fülle seiner Eindrücke, formuliert scharfe Kritik und entwirft darauf basierend seine zentrale Aussage: Die Globalisierung ermögliche es Staatsdiener_innen sich in beispiellosem Maß an öffentlichen Geldern zu bereichern. Durch internationale Transfers und Offshore-Banking lassen sich enorme Summen und illegale Privatgeschäfte verbergen. Geld erlaube es, Gesetze zu umgehen, was der superreiche Anteil der Weltbevölkerung schamlos ausnutze, um sich nur an eine ganz eigene Mischung aus verschiedensten nationalen Gesetzen zu halten, die ihren Zwecken gelegen kommen. Moneyland ist für Bullough daher kein realer Ort, sondern ein Konglomerat aus Steueroasen und Briefkastenfirmen, welches so wandelbar ist, dass es sich dem Blick und der Handhabe der Bevölkerung immer wieder entzieht. Korruption nimmt Staaten schlussendlich jegliche Legitimität, sie zermürbt Gesellschaften und ihre Handlungsfähigkeit von innen. Bullough zeichnet ein trostloses Bild und hofft durch sein investigatives Vorgehen, den ersten Schritt zur Besserung zu legen.

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