Cover des Buches

Sport im Kontext von internationaler Zusammenarbeit und Entwicklung
Perspektiven und Herausforderungen im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Praxis (Sport und gesellschaftliche Verantwortung ; 1)
Leverkusen: Barbara Budrich, 2020. - 230 S.
ISBN 9783847423720

ÖFSE-Signatur:

27613

Migration ; Interkulturelles Leben ; Entwicklungszusammenarbeit ; Deutschland ; Sustainable Development Goals ; Schulsport ; Sport

Mit jedem Sportgroßereignis im Globalen Süden setzt sich verlässlich auch ein bekanntes Narrativ in der Berichterstattung fest: Sport als Entwicklungschance, Wirtschaftsmotor und Sinnbild für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass die Rechnung nicht so einfach aufgeht, wie vorab postuliert, zeigt sich an niedergeschlagenen Bevölkerungsprotesten, Zwangsumsiedlungen und leerstehenden Megastadien nach dem Event. Auch abseits regelmäßig wiederkehrender Großveranstaltungen lohnt sich jedoch eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Sport, Entwicklung und internationaler Zusammenarbeit. Der vorliegende Sammelband nennt vor allem drei Bereiche, in denen die Relevanz des Sports für internationale Entwicklung sichtbar wird: Neben klassischen EZA-Aktivitäten in Ländern des Globalen Südens mit Sportbezug fallen darunter auch integrative gesellschaftliche Prozesse (etwa von Geflüchteten) im Bereich von Bewegung und Gesundheit. Drittens wird die internationale Zusammenarbeit von Staaten bei globalen Herausforderungen im Bereich des Sports als relevante Dimension identifiziert.

Die Beiträge des Sammelbandes sind dabei in zwei Abschnitte geordnet: Während der erste sich mit konkreten Themen- und Handlungsfeldern beschäftigt, räumt der zweite Teil den heterogenen Ansätzen und Erfahrungen verschiedenster, vor allem deutscher Akteur_innen Raum ein. Ein Cluster an Beiträgen widmet sich etwa der Rolle von Sport und Bewegung in Integrationsprogrammen, betont die Notwendigkeit von Gesundheitsförderung in diesen Ansätzen hervor und formuliert jene Bedingungen, unter denen interkulturelle Kompetenzen in sportlichen Situationen erworben werden können. Weitere Beiträge befassen sich mit der Bewältigung sexualisierter Gewalt im europäischen Sport, der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im deutschen Profisport oder dem Potenzial von bewegungsorientierten Ansätzen im Kontext der Agenda 2030 (SDGs). Im zweiten akteurszentrierten Teil finden sich Erfahrungen etwa der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Partnerorganisationen versammelt. Ein einführender Beitrag umreißt die Rolle des Sports in der deutschen Entwicklungspolitik, zeichnet Strukturen, Strategien und bedeutsame Prozesse nach und benennt einige der zentralen Akteur_innen. Die darauffolgenden Kapitel widmen sich dann detailliert den Erfolgen und Herausforderungen konkreter Aktivitäten, etwa im Bereich des Straßenfußballs, des Schulsports oder dem regionalen Schwerpunkt Afrika. Abschließend diskutiert der Band auch die Frage, wie eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation dieser Projekte aussehen müsste, um deren Wirkung messen zu können.

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