Cover des Buches

Möller, Harald
Elitenkontinuität und Politik in der Dritten Welt
die Beziehungen von Deutschem Reich und Bundesrepublik Deutschland mit Iran, China/Taiwan und Südafrika (Bd. 1)
Berlin: Logos, 2019. - 473 S.
ISBN 9783832549671

ÖFSE-Signatur:

27612

Politische Elite ; Deutschland / Auswärtiges Amt ; Deutschland / Bundeswehr ; Geschichte ; Iran ; China ; Südafrika

Nicht selten wird das Jahr 1945 in Österreich und Deutschland als die „Stunde Null“ bezeichnet, mit der eine radikale Zäsur und Abkehr von der jüngeren faschistischen Vergangenheit postuliert wird. Personelle, gesellschaftliche und politische Kontinuitäten in den Nachfolgestaaten des Dritten Reichs legen jedoch vielmehr den Schluss nahe, dass der Bruch mit dem NS-Regime in der Nachkriegszeit keineswegs so deutlich erfolgt ist. Harald Möller befasst sich in seiner Studie mit Elitekontinuitäten in der Bundesrepublik Deutschland anhand des Auswärtigen Amts, der Bundeswehr und des Deutschen Atomforums. Das Einstiegsbeispiel Friedrich Karl Vialon, Staatssekretär und zentrale Figur beim Aufbau des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), verdeutlicht dabei bereits die Widersprüchlichkeiten der Nachkriegszeit und zeigt auf, dass vermeintlich unvereinbare Positionen wie der koloniale Revisionismus der NS-Zeit und das neue, antikoloniale Selbstverständnis der Bundesrepublik mitunter durchaus unter einen Hut zu bringen waren. Vialon blieb dabei kein singuläres Phänomen: Insbesondere auf der zweiten und dritten Ebene der Hierarchie fanden sich häufig Männer wieder, die bereits in der NS-Verwaltung Karriere gemacht hatten und nun mit Umsetzung der neuen Politik betraut waren. Besonderes Augenmerk widmet Möller den Beziehungen der jungen Bundesrepublik zu ausgewählten Staaten des Globalen Südens (Südafrika, China, Iran) und bearbeitet dabei die Fragestellung, ob und wie sich die (personelle) Elitenkontinuität in der deutschen Außenpolitik nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1980er-Jahre manifestierte.

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