Cover des Buches

Scholz, Jan-Philipp
Menschenhandel, Migrationsbusiness und moderne Sklaverei
Menschen gefangen zwischen afrikanischen Herkunftsländern und europäischen Staaten
Frankfurt: Brandes & Apsel, 2019. - 187 S.
ISBN 9783955582517

ÖFSE-Signatur:

27402

Afrika ; Europa ; Migration ; Menschenhandel ; Sklaverei

Im Zentrum populärer europäischer Debatten rund um Migration steht die Immigration aus Krisengebieten: Es geht um Seenotrettung im Mittelmeer, Auffanglager an den Grenzen oder innereuropäischer Verteilung der ankommenden Menschen. Was dabei selten bis nie in den Blick gerät, ist der Weg, den jene Afrikaner_innen noch auf ihrem Heimatkontinent zurücklegen, bevor sie überhaupt erst an die Grenzen Europas stoßen. Scholz lenkt die Aufmerksamkeit deshalb auf innerafrikanische Migrationsbewegungen und -bedingungen: Erbarmungslos zeigt er Praktiken des Menschenhandels auf, verdeutlicht deren Ausmaße und kritisiert Machthabende, die selbst an dem brutalen Milliardengeschäft profitieren. Von Anfang an stellt Scholz Schicksale und hoffnungsvolle Erwartungen einzelner Betroffener den wirtschaftlichen und politischen Strukturen gegenüber. Er ermöglicht seinen Leser_innen somit emotionale Nähe zum Thema und rationalen Überblick zugleich. 

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