Cover des Buches

Über die Kunst, den Wandel zu gestalten
Kultur · Nachhaltigkeit · Bildung
Karola Braun-Wanke (Hrsg.)
Münster: Waxmann, 2020. - 210 S.
ISBN 9783830942863

ÖFSE-Signatur:

27799

Bildung für nachhaltige Entwicklung ; Aufsatzsammlung ; Sustainable Development Goals

Unter dem Motto „Leave no behind“ vereint die Agenda 2030 der Vereinten Nationen 17 ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele. Ohne fundamentale Kurswechsel auf politischer Ebene und ein breit in der Gesellschaft verankertes Bewusstsein für die Dringlichkeit dieser Agenda werde Transformation jedoch nicht gelingen können, so die Herausgeber_innen. Im Vordergrund des Bandes steht dabei Bildung als ein Bereich, der einen großen Beitrag zum Erfolg dieses Vorhabens leisten könne. Potenziale von Kunst und Kultur werden hierbei als vierte Dimension des Nachhaltigkeitsverständnisses benannt und auf die Notwendigkeit pluralistischer Zugänge verwiesen. Für das Gelingen der Agenda 2030 brauche es ethisch-normative und kognitive Zugänge ebenso wie emotionale oder ästhetische. Gerade beim Kontakt von Nachhaltigkeit, Kultur und Bildung entstünden neue Perspektiven, würden Narrative hinterfragt und Selbstverständlichkeiten irritiert. Die Beiträge dieses Sammelbands sind insofern an der Schnittstelle von Kultureller Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verortet und adressieren das Verhältnis dieser Bildungskonzepte etwa anhand einer Gegenüberstellung von Konvergenzen und Divergenzen. Gemeinsam ist den beiden Konzepten etwa ihre Intention nach Perspektivwechseln, die Formulierung normativer und emanzipatorischer Zielsetzungen oder eine globale Ausrichtung, welche sie etwa auch mit der Global Citizienship Education teilen. Unterschiede betreffen hingegen Gegensätzlichkeiten von Prozess- versus Zielorientierung oder den Fokus von Subjekt versus Gemeinwohl. An anderer Stelle werden notwendige Kompetenzen der Transformation entlang des Themenkomplexes Medien/Kultur/Digitalisierung konkretisiert, wobei etwa Medienkritik oder „transformative“ bzw. „futures literacy“ diskutiert werden. In einer zweiten, „Geschichten des Gelingens betitelten Hälfte finden sich Beiträge, die illustrieren, wie Wirkungspotenziale an der Schnittstelle von Kultureller Bildung und BNE in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft produktiv gemacht werden. Ein Ausblick versucht abschließend, Potenziale und Stärken in einer Synthese der unterschiedlichen Konzeptionen „Bildung für nachhaltige kulturelle Entwicklung“ zusammenzubringen.

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