Cover des Buches

Putuma, Koleka
Kollektive Amnesie
Gedichte
Heidelberg: Das Wunderhorn, 2020. - 201 S.
ISBN 9783884236130

Frauen*solidarität-Signatur:

AF-PUT-01

Südafrika, Republik / Schwarzer Feminismus / Lyrikerin

Koleka Putume schreibt „Manche Gedichte erscheinen, um dein Schweigen zu brechen“. Ihr Debutband ist voll starker Ausdrücke. Er enthält Kritik an Religion („der erste Mann / den du verehren lernst / ist ein weißer Mann“), reizvolle Intimität („Ich hatte keine Ahnung, wie wild ich sein könnte bis du mich berührtest / Ich hatte keine Ahnung, dass das Kommen auch ein Akt des Überlebens sein könnte“ ), tiefgreifende Gedanken („Um ehrlich zu sein habe ich einen Horror vor Geliebten ohne Gepäck / Wo kommst du her? / Wo hast du dein Zeug verpackt? / Wo hast du es losgelassen? / Warum ist es nicht hier? / Was versuchst du zu verstecken?“ (73) und den Wunsch, die Dinge beim Namen zu nennen („Ist’s nicht seltsam, dass auf der Entbindungsstation all diese Poster rumhängen / um dich auf dieses neue Leben vorzubereiten / mit diesem neugeborenen Menschlein / aber keine Poster oder Broschüren / die dich auf sein Weggehen und seinen Tod vorbereiten?“). Die direkte, ungeschmückte und kraftvolle Sprache Putumes zeigt die Schönheit unverblümter Wut. Die Gedichte unterscheiden nicht unter einer emotionalen und reflexiven Ebene. Sie sind sowohl im englischen Original, als auch in der deutschen Übersetzung zu lesen. Hoffentlich wird es noch viel von Koleka Putume zu lesen geben.

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