Cover des Buches

Maani, Sama
Warum wir Linke über den Islam nicht reden können
Essays, Analysen, Reflexionen
Klagenfurt/Celovec: Drava, 2019. - 103 S.
ISBN 9783854359203

ÖFSE-Signatur:

27588

 Islam ; Antisemitismus ; Rassismus ; Identitätspolitik ; Migrantenliteratur ; Essay

Sama Maani dekonstruiert in diesem Essayband grundlegende Annahmen gesellschaftspolitischer Diskurse zu Religion, Identität und Diversität. Im titelgebenden Essay „Warum wir Linke nicht über den Islam reden können“ diskutiert der Psychoanalytiker und Schriftsteller die problematische Verknüpfung zwischen einzelnen Subjekten und der islamischen Religion, welche auch in linken Diskursen häufig als naturgegeben vorausgesetzt und somit essenzialisiert wird. Wie Maani ausführt, wird diese „volle Identifizierung von Individuen oder Gesellschaften mit der Kategorie Islam“ zur zentralen Grundvoraussetzung eines kulturell operierenden Rassismus. Vernachlässigt würde in diesen Diskurssträngen dabei sowohl die triviale Tatsache, dass auch „muslimische Gesellschaften“ längst nicht nur aus Muslim_innen bestehen als auch, dass die Fremdwahrnehmung eines Menschen als Muslim_in noch nichts mit dessen eigener Lebensrealität zu tun haben muss. Darüber hinaus kritisiert Maani die Unfähigkeit der Linken, zwischen Religion und Fundamentalismus zu differenzieren und skizziert deren Dilemma mit Islamkritik, das letztendlich auch einiges über das eigene Verhältnis zu Religion auszusagen vermöge.

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