Cover des Buches

Erasmus goes Westsahara
Ein Hochschulaustausch mit der letzten afrikanischen Kolonie im Hinterhof Europas
Bebek, Lisa et al. (Hrsg.)
Klagenfurth: Drava Verlag, 2019. - 283 S.
ISBN 978-3-85435-915-9

ÖFSE-Signatur:

26435

Die Flüchtlingslager in Tindouf, Algerien, beherbergen 173.600 Flüchtlinge, großteils von der marokkanischen Regierung vertriebene Saharawis aus Westsahara. Über Jahre hinweg haben sich diese Menschen selbst organisiert und verfügen mittlerweile über ein Bildungssystem einschließlich einer eigenen Universität. Im Sinne eines Paradigmenwechsels innerhalb der internationalen Hochschulpolitik - hin zu mehr Solidarität - initiierte die FH Kärnten einen Erasmus+ Austausch mit dieser algerisch-/westsaharischen Universität. Das Buch „Erasmus goes Westsahara“ beschreibt das Projekt in all seinen Facetten: Leser_innen können sich über den völkerrechtlichen Hintergrund der Situation Westsaharas informieren. Das Schweigen der Weltpolitik rund um den Konflikt wird thematisiert und vehement kritisiert. Studierende, die am Austausch teilgenommen haben, schildern ihre persönlichen Erfahrungen. Und schließlich beschreibt das Buch ganz praktische Hürden einer derartigen Grassroots-Initiative: eine gleichzeitige Teilnahme an einem Seminar von Marokkaner_innen und Saharawis wurde zur Zerreißprobe, die Ausstellung von Visa war mit großem Aufwand und viel persönlichem Einsatz verbunden, und grundlegende Dinge wie nicht vorhandene Bankkonten erwiesen sich als Stolpersteine. Das Buch zeigt nichtsdestotrotz, wie unbeirrter Wille zur Kooperation aufseiten aller Beteiligten zu Erfolgen und großem Mehrwert führen kann.

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