Cover des Buches

Krüger, Stephan
Weltmarkt und Weltwirtschaft
internationale Arbeitsteilung, Entwicklung und Unterentwicklung, Hegemonialverhältnisse und zukünftiger Epochenwechsel (Kritik der Politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse ; 6)
Hamburg: VSA, 2021. - 606 S.
ISBN 9783964880215

ÖFSE-Signatur:

28015

Kapitalismus ; Wirtschaftsgeschichte ; Sozialgeschichte

Der Ökonom und Soziologe Stephan Krüger legt mit „Weltmarkt und Weltwirtschaft“ den sechsten und letzten Band seiner Reihe „Kritik der Politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse“ vor. Nachdem sich die vorangegangenen Bände mit Grundlagen der Kapitalakkumulation in der marxistischen Theorie, Währungs- und Geldtheorie, keynesianischer Wirtschaftspolitik und sozialer Ungleichheit beschäftigten, setzt sich Krüger zum Abschluss seiner Reihe mit der kapitalistischen Produktionsweise in globaler Perspektive auseinander. Diese periodisiert er in einer historischen Rückschau, wobei er keine linear-teleologische Herausbildung erzählt, sondern von Brüchen und Hegemonialkämpfen. Insbesondere behandelt Krüger dabei internationale Arbeitsteilung, die intensivierte Globalisierung und entwicklungspolitische Fragen: „Mit der krisenhaften Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise, die durch die Zunahme internationaler Ungleichheit geprägt wird, aber gleichzeitig mit ihren modernen Kommunikationsmitteln in wachsendem Ausmaß auch die abgehängte Hälfte der Erdbevölkerung in den unterentwickelten Ländern erreicht, wird der Charakter der Welt als Eine Welt betont und gleichzeitig existenziell bedroht. Die wirtschaftliche Spaltung der Welt und die durch menschenverursachte Klimaveränderungen vom Untergang bedrohten Länder und Völker setzen neue Herausforderungen auf die Agenda auch der industriellen Metropolen und entwickelten Staaten.“ Dabei sieht Krüger nicht Konflikte zwischen kapitalistischen Zentren und ausgebeuteter Peripherie, sondern auch fortwährende Kämpfe um Hegemonialstellungen in der derzeit multipolaren Weltordnung. In diesem Zusammenhang differenziert er den Globalen Süden aus, diskutiert Dekolonialisierung, den Aufstieg der BRICS-Staaten und eine mögliche zukünftige Rolle des afrikanischen Kontinents. Abschließend adressiert der Volkswirtschaftsökonom globale Herausforderungen, wie etwa den Klimawandel, Hungersnöte oder drohende Handelskriege, und formuliert Perspektiven eines alternativen Weltmarktregimes, das stärker auf Regionalisierung im Sinne supranationaler Wirtschaftsblöcke setzt und bestehende Formate bzw. Institutionen des Welthandels weiterentwickeln kann.

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