Cover des Buches

Heinrichs, Hans-Jürgen
Fremdheit
Geschichten und Geschichte der großen Aufgabe unserer Gegenwart
München: Verlag Antje Kunstmann, 2019. - 245 S.
ISBN 9783956142901

ÖFSE-Signatur:

27324

„Zur Welt kommen heißt, sich einer unfassbaren Fremdheit ausgesetzt zu sehen. Das ist der Anfang – und so geht es bis zum Ende des Lebens weiter.“ Im erzählerischen Stil rollt Heinrichs das Thema Fremdheit von philosophischer Seite her auf. Durch eine Aneinanderreihung von Anekdoten und Erörterungen vermittelt er seine Konzeption der Fremdheit: Gefühle der Befremdung seien allgegenwärtig – sowohl in sich selbst als auch in wechselnden Umgebungen und Begegnungen. Heinrichs macht darauf aufmerksam, wie Details in der Gestik, dem Verhalten oder dem Aussehen Fremdheit oder Zugehörigkeit erzeugen können. Entscheidend ist es, die Differenz wahrzunehmen, ohne sie jedoch abzuwerten. Fremdheit sei zu Beginn immer ein offener Raum, der durch Neugierde positiv genutzt werden könne. Lässt man Differenz zu, könne man gemeinsam wachsen und gleichzeitig die Fremdheit im eigenen Ich tiefer erkunden. Versperrt man sich alledem hingegen, seien Fremdenhass und innere Fremde die Folge.
In Heinrichs‘ Darstellung sind jene, die Fremdheit akzeptieren und sich auf Neues aktiv einlassen, denjenigen, welche sich der inneren und äußeren Fremde versperren, überlegen. Sie hätten erkannt, dass sie von Grunde auf nicht einer statischen Identität und Zugehörigkeit entsprechen, sondern viele „Ichs“ und „Andere“ in sich tragen. Folglich seien sie in der Lage, besser auf ihre Umwelt zu reagieren und mehr positive Erfahrungen zu machen.

 

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