Cover des Buches

Musmann, Ann Christine
Recht und soziale Sanktionen
Eine Untersuchung am Beispiel des grenzüberschreitenden Baumwollhandels (Recht und Gesellschaft ; Band 10)
Baden-Baden: Nomos, 2018. - 444 S.
ISBN 9783848751648

ÖFSE-Signatur:

27262

Baumwolle ; Agrarhandel ; Sanktion ; Internationales Privatrecht ; Aussenwirtschaft ; Schiedsgerichtsbarkeit

Der Staat komme seiner Aufgabe der Vertragsdurchsetzung im grenzüberschreitenden Handel nur ungenügend nach, konstatiert Ann Christine Musmann zu Beginn ihrer Dissertation „Recht und soziale Sanktionen“. Die Gründe dafür liegen sieht sie in der territorialen Beschränkung nationaler Rechtsordnungen oder dem Mangel an effizienten Kollisionsregelungen begründet. Vor diesem Hintergrund greifen Akteur_innen bei der Durchsetzung vertraglicher Ansprüche im transnationalen Handel häufig auf private Durchsetzungsmechanismen zurück und verzichten weitgehend auf das vom Staat beigestellte Instrumentarium. Am Beispiel der Wirtschaftsverbände im transnationalen Baumwollhandel beschäftigt sich die Autorin mit dem Spannungsverhältnis zwischen staatlichem Recht bzw. dem grundsätzlichen Sanktionsmonopol des Staates und den sozialen Sanktionen der Verbandsmitglieder. Musmann beschreibt verschiedene Vorteile sozialer Sanktionierung, hält es allerdings für möglich, dass diese zukünftig zugunsten anderer Governance-Mechanismen an Bedeutung verlieren oder staatliche Akteure das Vakuum transnationaler Rechtssicherheit erfolgreicher besetzen könnten.

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