Cover des Buches

Umweltgerechtigkeit
Von den sozialen Herausforderungen der großen ökologischen Transformation (Die Wirtschaft der Gesellschaft ; 2)
Isabell Merkle et al. (Hrsg.)
Marburg: Metropolis, 2016. - 332 S.
ISBN 9783731612223

ÖFSE-Signatur:

26715

Deutschland BR ; Einkommen ; Energiepolitik ; Energiewirtschaft ; Ethik ; Gesundheit ; Globale öffentliche Güter ; Kind ; Klimapolitik ; Klimaschutz ; Konsum ; Landnahme ; Menschenrechte ; Nachhaltige Entwicklung ; Soziale Bewegung ; Soziale Gerechtigkeit ; Soziale Ungleichheit ; Sozio-ökonomischer Wandel ; Stadtplanung ; Umweltgerechtigkeit ; Umweltökonomie ; Umweltpolitik ; Umweltschutz

Den notwendigen Umbau der Weltgesellschaft in Richtung Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit klassifizieren die Herausgeber_innen als „Große Transformation“ in Tradition von Karl Polanyis Analysen. Dabei gebe es keine zentrale handelnde Instanz, sondern eine Vielzahl an unterschiedlichen Akteur_innen und Prozessen, die sich zu einer Dynamik des Wandels verdichten. Eine solche Große Transformation könne jedoch nicht gelingen, solange die soziale Dimension des Wandels nachrangig behandelt werde. Mit der ökologischen Transformation geht nämlich eine Fülle an Verteilungsfragen einher, die bislang fast ausschließlich als Fragen der internationalen Gerechtigkeit (etwa zwischen Ländern des Globalen Südens und Nordens) behandelt worden seien, nicht jedoch innerhalb von Gesellschaften und Generationen gedacht wurden. Der vorliegende Sammelband fokussiert daher auf distributive Aspekte und Machtfragen, benennt soziale Ungleichheiten hinsichtlich Verursachung und Belastung am Beispiel von Umweltschäden und skizziert die Herausforderungen und Chancen einer fairen Energiewende. Ein weiterer Abschnitt widmet sich ethischen Konzepten unter dem Schlagwort der „Umweltgerechtigkeit“ und versucht diesbezüglich explizit, Perspektiven des Globalen Südens sowie unterschiedliche normative Zugänge zu berücksichtigen. Zudem wird dafür plädiert, dem Begriff der globalen Gerechtigkeit jenen der Solidarität als kritisches Korrektiv zur Seite zu stellen. Abschließend werden einige mögliche Reformspielräume ausgelotet und kritisch diskutiert und Zielkonflikte zwischen sozialen und ökologischen Bestrebungen als große Herausforderung der Wende skizziert.

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