Cover des Buches

Höritzauer, Eva Maria
Gegenhegemoniale Diskurse von Migrant*innen in den Medien
ein postkolonialer Blick auf das Kooperationsprojekt von M-Media mit "die Presse" 2012
Wien: Diplomarbeit, 2014. - 104 S.

Frauensolidarität-Signatur:

II G 1117

Berichterstattung / Die Presse / Diskurs / Empowerment / Geschichte 2012 / Medien / Migrantin / Migration / Öffentliche Meinung / Österreich / Intersektionalität / Zeitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit selbst ermächtigenden Potentialen und Strategien von Migrant*innen, sich im derzeitigen medial vermittelten Diskurs um Migration und Integration Zugang zu sogenannten „strategischen Orten“ zu verschaffen. Das Ziel dabei ist, dass Migrant*innen selbst durch aktive Teilnahme am Kommunikationsprozess der Mainstreammedien über sich und ihre Perspektiven in unserer Gesellschaft berichten können.Migrant*innen von „M-Media“ Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit arbeiten auf verschiedenen Ebenen daran, durch personelle Präsenz in den Redaktionen ihre Bilder in den Mainstreammedien selbst zu gestalten. Ein Beispiel dafür ist das Kooperationsprojekt mit der Tageszeitung „die Presse“, das von 2008 bis 2012 Migrant*innen die Möglichkeit bot, über fünf Jahre hinweg wöchentlich eine „Integrationsseite“ im Chronikteil der „Presse“ zu gestalten und inhaltlich zu füllen. Die Frage, die mich in dieser Arbeit leitet, ist, welche „Wirklichkeit“ Migrant*innen in und durch die wöchentlich in der „Presse“ erschienene Integrationsseite im Jahr 2012 konstruiert haben. Ich gehe von der poststrukturalistischen Annahme aus, dass Texte nie ohne ihren konkreten Entstehungshintergrund vollständig verstanden werden können. Dieser trägt einen erheblichen Beitrag zur wahrgenommenen Wirklichkeit bei. Das Projekt war bahnbrechend da zum ersten Mal Migrant*innen kollektiv durch aktive Teilnahme selbst definierte Inhalte in einem Massenmedium gestalten konnten. Das Projekt wurde von staatlichen Fördergebern und dem europäischen Integrationsfond kofinanziert, welche einen direkten und indirekten Einfluss auf „ihre“ Wirklichkeiten, die Migrant*innen journalistisch produzierten, ausübten. Bipolaritäten ("Wir versus Andere") wurden entschärft und es konnte ein Diskurs implementiert werden, der weitere österreichische Massenmedien dazu veranlasste, für mehr Diversität in ihren Redaktionen zu sorgen.

C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Sensengasse 3
1090 Wien
+ 43 (0)1 317 40 10-200
bibliothek@centrum3.at

>> So kommen Sie zu uns

Unsere Öffnungszeiten

Mo-Di: 9.00-17.00 Uhr
Mi-Do:9.00-19.00 Uhr
Fr:9.00-14.00 Uhr

Vorwissenschaftliches Arbeiten im C3
> mehr Information