Cover des Buches

Hafez, Kai ; Grüne, Anne
Grundlagen der globalen Kommunikation
Medien - Systeme - Lebenswelten
München: UVK, 2021. - 432 S.
ISBN 9783825255510

ÖFSE-Signatur:

28088

Gemeinschaft ; Lebenswelt ; Politik ; Massenmedien ; Internationale Kommunikation ; Kommunikation ; Zivilgesellschaft ; Kulturkontakt ; Individuum ; Globalisierung

In der Globalisierung erkennen die Verfasser_innen eine nahezu konkurrenzlose Idee der Gegenwart und ein bedeutsames Erklärungsmodell der Wissenschaft. Der Begriff der Globalisierung stifte eine „Vision der Gleichzeitigkeit, der Verbundenheit und sogar der Gemeinsamkeit“ und beinhalte nichts weniger als die grundsätzliche Neuordnung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Beziehungen im Sinne der Überwindung sprachlicher, kultureller und politischer Grenzen. Diesem weitestgehend geteilten Verständnis einer globalen Konnektivität zum Trotz gebe es nicht nur unterschiedliche Definitionen, sondern auch eine Vielzahl ambivalenter Phänomene im Umfeld der Globalisierung, sowie Rückschläge und Gegentendenzen: „Globale Kommunikation ist aber auch ein Konfliktfeld, in dem beharrende lokale Strukturen mit kosmopolitischen Formen der Weltbeobachtung und des Dialogs wechselwirken und Instabilität erzeugen. Ihre globale Vermittlungsfunktion erfüllen Politik, Wirtschaft und Medien noch nicht verlässlich. Menschen und Gesellschaften schwanken zwischen Vernetzung zu einer Weltgemeinschaft und nationaler Abschottung bis hin zu rassistischer Abwehr.“ Dies zeige sich etwa im Aufstieg autoritärer Politiker_innen oder an den Wahrnehmungsdiskrepanzen bezüglich der Covid-19-Pandemie und ihrer Gefahren. Das vorliegende Handbuch formuliert daher den Anspruch, die globale Kommunikation samt ihrer Leistungen, Widersprüchlichkeiten und Defizite empirisch zu fassen und einen systematischen Überblick über ihre zentralen Bereiche zu geben. Ihrem Befund folgend, die Globalisierungsforschung weise einen Mangel an akteurs- und praxiszentrierten Studien auf, schließen sie diese Lücke und legen dabei einen Fokus auf Akteur_innen (etwa Massenmedien der Weltöffentlichkeit, Staaten, Individuen oder die Zivilgesellschaft) und analysieren deren Kommunikationsprozesse im wechselseitigen Zusammenspiel von System, Lebenswelt und Netzwerk. Schlussendlich gelte auch bezogen auf die globale Kommunikation, dass „Ambivalenzen“ ein Schlüsselwort zum Verständnis der Moderne sei.

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