16.03.2017, 18:30

C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal

Afrokultur – Wissen und Geschichte aus Schwarzer feministischer Perspektive

Buchpräsentation/Lesung und Diskussion mit Natasha A. Kelly und Claudia Unterweger

Moderation: Sushila Mesquita

Schwarzes Wissen wird in der weißen Mehrheitsgesellschaft meist als nicht wissenswert verhandelt. Und Menschen afrikanischer Herkunft kommen in der vorherrschenden Geschichtsschreibung vorwiegend als fremddefinierte Objekte vor. Dem versucht Natasha A. Kelly in „Afrokultur“ entgegenzuwirken, indem sie über die Biographien von W.E.B. Du Bois, Audre Lorde und May Ayim Schwarze deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft in einen globalen Zusammenhang bringt. Das Wissen um Schwarze Geschichte(n) macht – so Natasha A. Kelly – Handlungsempfehlungen möglich, die in Wissenschaft und Gesellschaft Anwendung finden und so die strukturelle Ungleichheit von Schwarzem und weißem Wissen zu überwinden helfen.

Nach einer Präsentation des Buches „Afrokultur“ diskutiert Natasha A. Kelly mit Claudia Unterweger über Wissensproduktion und Geschichtsschreibung aus Schwarzer feministischer Perspektive. Welche Strategien gibt es, Schwarze Geschichte(n) und Schwarzes Wissen sichtbar zu machen und dadurch zur Subjektstärkung Schwarzer Menschen und insbesondere Schwarzer Frauen* in der Gegenwart beizutragen?

Zu den Diskutantinnen:
Natasha A. Kelly ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und Panafrikanistin. Sie versteht sich als „akademische Aktivistin“, die stets versucht, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Sie lebt in Deutschland und ist derzeit im Kunstbereich tätig.
Claudia Unterweger ist Historikerin und arbeitet als TV- und Radiomoderatorin und Journalistin in Wien. In ihrem Buch „Talking Back (Wien: Zaglossus 2016) untersucht sie die Strategien und Selbstrepräsentationen der Recherchegruppe Schwarze österreichische Geschichte.
Moderation: Sushila Mesquita arbeitet im Referat Genderforschung der Universität Wien, unterrichtet an verschiedenen Universitäten postkolonial/queere Theorien und ist verstrickt in popkulturelle, rassismuskritische und queer-feministische Projekte und Zusammenhänge.

Natasha A. Kelly: Afrokultur – „der raum zwischen gestern und morgen“ (Münster: Unrast-Verlag 2016)

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir zu Erfrischungen.

Der Veranstaltungsort ist über Rampe und Lift erreichbar.

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