Cover des Buches

Graul, Stefanie
Der Anerkennungskonflikt bei den drei Geschlechtern der Binnizá
eine ethnopsychoanalytische Studie
München: Herbert Utz Verlag, 2017. - 386 Seiten
ISBN 978-3-8316-4630-2

Frauen*solidarität-Signatur:  I F 1172

Mexiko / Geschlechterrolle / Transgender

Es gibt zahlreiche v.a. außereuropäische Gesellschaften, die in sozialer und physischer Hinsicht mehr als zwei Geschlechter zulassen und in denen Geschlechtsrollenwechsel institutionalisiert ist. Bei den Binnizá, den isthmischen Zapotek_innen, handelt es sich um ein indigenes Volk im Süden Mexikos mit zumindest drei sozialen Geschlechtern – Frauen, Muxe’ und Männern. Sie sind eine moderne, urbane Kultur, die ihre eigenen auffallenden Traditionen bewahrt hat. Stefanie Graul geht auf die lebensgeschichtliche Entwicklung der spannungsreichen Beziehungen dieser drei Geschlechter anhand psychoanalytischer Intersubjektivitätstheorie ein. Neben Frauen und Männern bestimmen die Muxe’, effeminierte Männer, den sozialen Alltag; durch ihre Allianz mit den Müttern und erotischen Beziehungen zu den Männern beruhigen und befeuern sie die konfliktiven heterosexuellen Beziehungen der Binnizá zugleich. Ihre traditionelle Rolle sowie die hybridisierenden, durch westliche Gay-Bewegungen und Massenmedien ausgelösten Veränderungen werden in Folge dargestellt. Weiter wird die legendäre Figur des Taganero, der kulturelle Topos der weiblichen Verräterin anhand ihrer Darstellung in Corridos und Boleros behandelt. Im Gegensatz zu den Inhalten der Lieder ist die weibliche Sexualität allerdings fremdbestimmt, die typisch weibliche Aufgabe besteht in Mutterschaft und Versorgung der Familie.

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